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Zukunftsvisionen

 

  

 

Am Anfang sieht die Morgenröte nicht anders aus als immer. Täglich das gleiche Bild. Eigentlich wäre diese morgendliche Vision ganz angenehm. So richtig Rosa - Blau mit einer Spur Grün vermischt, doch die Menschen machen sich sorgen. 

Wird es heute regnen.


Es darf auf keinen Fall regnen jeden Tag diese unheimliche Angst vor dem Regen. Leda steht am Fenster und schaut hinaus in diese so scheinbar unschuldige Morgenröte. Gestern hat es geregnet und nun ist die ganze Landschaft von dieser ekligen Schicht bedeckt. 

Es dauert Tage bis man sich wieder frei auf dem Boden fortbewegen kann. Ihr Meister hat ihr bevor er auf reisen ging noch gesagt, sie solle auf keinem Fall wenn es geregnet hat nach draußen gehen. Leda hat heute aber eine sehr wichtige Verabredung die sie fast nicht verpassen darf. 

Es geht um ihre Zukunft. Sie ist nachdenklich und überlegt sich die ganze Zeit ob sie nun gehen soll oder nicht. Was wird geschehen wenn sie sich nicht an die Worte vom Meister halten wird. Was könnte an dieser Masse so gefährlich sein. Sie fast den Mut und geht vor die Türe. 

Leda weis nicht, dass es sich bei der Schicht die sich durch den Regen niedergelassen hat sehr viele gefährliche Schadstoffe befinden. Wie könnte sie dies auch nur ahnen, den sie ist erst vor einer Woche aus der Ferne in dieses Land gekommen. Bei Ihr Zuhause hat es so etwas noch nie gegeben. Sie hatte auch keine Zeit den Meister zu fragen woher diese eklige Masse käme. 

Sie versucht mit der Hand diese zu berühren. Sie hat sich noch gar nicht richtig an die Schlamm artige Flüssigkeit herangewagt da geschieht schon das erste Unglück. Die Masse erfasst Ihren Arm und versucht sie zu verschlingen. Leda ist für einen kurzen Moment erstarrt. Sie schaut jedoch sehr rasch um sich herum, schreien bringt nichts, keine Menschenseele ist weit und breit in Sicht.

 Wo sind auch all die Leute die gestern noch mit einem fast fröhlichen Gesicht vor dem Haus spaziert sind. Gerade in diesem Augenblick kommen ihr die Worte des Meisters in den Sinn. „Solltest du doch mal ohne Grund nicht auf meine Wahrung hören, versuche es mit der Geheimformel die ich dir gebe.“ „ Leda du musst mir aber versprechen, dass du diese nie jemanden egal in welcher Situation der andere Befindet geben wirst.“  „ Solltest du dich nicht an das Versprechen halten, wirst du bestraft.“. 

Leda versucht sich an die Formel zu erinnern. Sie hat mühe sich an die genauen Worte zu erringen, wo bleibt nur ihr Gedächtnis, sie hat doch sonst immer alles gut in ihrem Kopf gespeichert. Die Masse hat sie schon sehr fest im Griff und es fehlt nicht viel bis auch ihre Beine gepackt werden. 

Und plötzlich die Rettung, sie mag sich an die Formel erinnere. Leise damit keiner auch nur ein Wort davon mitbekommt, sagt sie diese auf. Es geschieht nichts. Was hat sie wohl falsch gemacht. Sie versucht es noch mal. Immer und immer wieder muss sie es versuchen. „ Verdammt“ denkt sie sich ich mache doch alles richtig. Mit letzter Kraft und voller Verzweiflung ruft sie im Gedanken ihren Meister. „Meister hilf mir, ich schaffe es nicht mich zu retten.“ „ Bitte hilf mir, mein Meister“. 

Ganz schnell und ohne das sie weis wie befindet sie sich wieder im Wohnzimmer Sie glaubt fest daran, dass es der Meister war der sie gerettet hat. Sie setzt sich ans Fenster und schaut nur noch voller Angst auf die eklige Masse die zu Wachsen scheint. Was hat er ihr noch alles gesagt. Sie versucht sich zu erinnern. Da war noch etwas wegen Feuermachen und Trinkwasser. 

Genau jetzt kam ihre Erinnerung. Auf keinem Fall darf man an solchen Tagen ein Feuer, weder draußen noch in dem Haus. Und kein Wasser aus den Hahn Trinken. Alles ist an solchen Tagen verseucht. Er hatte ihr fest versprochen so rasch wie möglich wieder Zuhause zu sein. Doch es schien länger zu dauern als ihr lieb wäre. So verlassen und einsam und kein Mensch mit dem man reden könnte. Sie hatte sich in den Gedanken verloren ein wenig hingelegt und muss wohl eingeschlafen sein. Sie schaute hinaus es fing bereits mit der Dämmerung an.

Sie hatte noch nichts gegessen und wollte sich etwas aus dem Kühlschrank holen. Ein griff und der Schrank war offen, doch nichts darin. „ Was mache ich bloss ?“. Hinaus, auf keinem Fall käme dies in Frage. Zu fest sass die Angst noch in ihren Knochen und sie würde erst wieder nach drausen gehen, wenn die anderen Leute dies auch tun. Diese wissen schliesslich viel besser als sie Bescheid. Wie konnte der Meister bloss vergessen, dass Zuhause nichts mehr zu essen war. 

Vermutlich hatte er nicht damit gerechnet, dass der Regen kommen würde. So musste Leda an diesem Tag mit einem Stück alten Brot sich zufrieden geben. Damit sie den Hunger nicht verspürte legte sie sich wieder zum schlafen hin. Mitten in der Nacht wurde sie von Donnerschlägen geweckt. Ihr Mund war ganz trocken und sie hatte Durst.

Ohne weitere Gedanken ging sie ins Bad öffnetet den Wasserhahn und trank ein paar schlucke Wasser. Zu spät kam ihr in den Sinn, dass sie dies auf keinem Fall hätte tun dürfen. Was würde nun geschehen, sie zitterte vor Angst und sie war ganz bleich geworden vom Gedanken, dass sie nun möglicherweise sterben müsse. Schon bald fing sie an sie zu verformen, immer mehr glich sie der ekligen Masse. Zwei stunden später lag sie an Boden und war nur noch ein Häufchen eklige Masse. 

Der Meister machte sich sorgen, den er hatte bereits den ganzen Tag versucht Leda mit dem Sprechfunkmobli zu erreichen. Keine Reaktion auch nicht auf die Meldung sie solle sich doch bei ihm melden. Er hatte auch versucht über den Nachbar herauszufinden was geschehen war und ob er Leda gesehen hätte. Doch dieser verneint nur, er habe Leda seit 2 Tagen nicht mehr gesehen. Auf die Frage ob es den geregnet habe, bestätigte der Nachbar ihm dies. Nun waren die Gedanken noch stärker auf Leda fixiert. 

Er musste unbedingt herausfinden was mit ihr los war. Er setzte sich an seinen Tisch nahm das Goldene Tuch hervor und fing mit den magischen Worten an, das Ritual heraufzubeschwören in dem er mit der Zeit reisen konnte, schneller als der Blitz. Es gelang ihm auch, doch er wusste jedes mal wenn er dieses Ritual benützt stirbt er 5 Jahre früher, doch er fühlte, dass er es diesmal tun musste. Es war sehr rasch wieder Zuhause. 

Doch wo war bloss Leda. Von Ihr nirgends eine Spur. Er suchte immer verzweifelter im ganzen Haus. Nichts, dass konnte doch gar nicht sein. Wo war sie bloss. Da entdeckte er auf den Boden diesen Grünen ekligen Fleck der schon fast ausgetrocknet war. Wie kam er bloss dahin. Eine Schauer lief ihm den Rücken herab. Hatte Leda womöglich doch Wasser getrunken. Er musste rasch handeln, er durfte keine Zeit mehr verlieren. Er wusste was er zu tun hatte, doch wo konnte er um diese Zeit noch Eidechsen finden die er für die Auflösung dieser schrecklichen Angelegenheit die Leda widerfahren war. 

Es war dunkel und er durfte nicht bis am nächsten Morgen warten. Als erstes konnte er die fast ausgetrocknete Masse mit Wasser besprühen, den Wasser schien das Lebensnotwendige Element zu sein um diese Masse auch zum Leben zu erwecken. Also nahm er einen Behälter und fing ganz sorgfältig die Masse damit zu benetzen. Es fing auch an sich zu bewegen. Er musste sich aber auf einer gewissen Entfernung halten, den sobald diese Masse einem ergreifen kann, reist sie einem in die Tiefe. In eine völlig fremde Dimension. 

Er machte sich auf die suche nach den Eidechsen. Es schien fast unmöglich zu sein, in dieser Nacht noch welche zu finden. Doch da kam im der Blitzgedanke, der Leda doch noch retten könnte. Er musste nur sehen wie er durch die Masse die sich immer noch drausen auf dem Boden befand kommen konnte. Mit dem Fahrmobil wohl kaum, den dieses ist in der Garage und er kann nicht durch die Masse hindurchgehen. 

Was soll er bloss machen die Zeit drängt. Er kann Leda nicht im Stich lassen. Zwar ist sie ja selber schuld doch er ist für sie verantwortlich. Also muss er ihr nun auch helfen. Er beschwört wieder das Ritual auf wo er mit der Zeit reisen kann und so an den Gewünschten Ort kommt ohne auch nur einen Fuss auf den Boden zu setzen. Nach einigen Stunden suche hat er endlich die Eidechsen gefunden und macht sich auf den Rückweg. 

Zuhause angekommen bemerkt er, dass Leda sich nicht mehr an dem gleichen Ort befindet wo er sie gelassen hatte. Was wird wohl geschehen sein, dass sie sich rühren konnte. Mit schrecken stellt er fest, dass er vergessen hat das Wasser abzustellen, der ganze Boden ist mit Wasser bedeckt und darin schwimmt eine Schaumartige Masse ob das wohl Leda ist, er weis es nicht doch er hat keine andere Wahl. Er nimmt diese Schaumartige Masse aus dem Wasser tut diese in einen Behälter giesst heisses Wasser dazu und muss mit bestimmtem Zauberritual die Eidechsen Lebendig hinzufügen. 

Es gibt einen Knall und Leda steht vor ihm. Sie entschuldigt sich nicht auf seine Worte gehört zu haben und fragt wie sie dies je wieder gutmachen kann. Der Meister erklärt ihr, dass diese Erfahrung sicherlich ihr in Zukunft dienen wird und sie von nun an einfach nur bei ihm zu lernen wie man im Leben weiterkommt und wie man die Fähigkeiten die er ihr beibringen wird auch nutzen kann. Sie hat nur eine wichtige Aufgabe im Leben und die besteht darin eines Tages anderen helfen zu können. 

Leda wurde aus diesem Grund von ihm ausgewählt und er wird alles daran setzen ihr alles wichtige beizubringen. Die Gegenwart hat vieles zerstört und die Zukunft darf keine solche Schäden mehr davontragen dies ist auch eine Ihrer Aufgaben. Den der Regen der nicht fallen darf ist vergiftet durch Umwelteinflüsse die den Schaden ins unermessliche führen kann. Und Leda möchte auf keinem Fall mehr solche Horrorgeschichten erleben wie sie am eigenem Leib erfahren durfte. Sie wird sich aus diesem Grund dafür einsetzen, dass alles besser wird mit dem Umgang der Erde. Wer weis ob sonst jemand wie der Meister im rechten Moment auftaucht.

Für andere ist es vielleicht zu spät.

 

 (c) Gilandra - TR. Bubendorf - Schweiz

 

 

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