Counter

 

 

 

Gedanken 

27.7.07

Es ist 7.25 Uhr, seit über 1 Std. bin ich wach.

Heute nacht habe ich wieder geträumt. 
Dieser Traum macht mich nun nachdenklich.

 

Der Traum hat zwar nichts mit dem zu tun was ich gerade denke 
und doch bin ich so ziemlich unruhig.

Deshalb schreibe ich nun meine Gedanken nieder.

Meine Gedanken flattern herum, mal ist es mein Körper der mir nicht mehr gefällt, 
dann sind es die Gedanken der Vergangenheit, 
dann wieder Gedanken die mit Gefühlen zusammen hängen. 

Und das ganze ausgerechnet kurhz vor dem Vollmond.
 Diesen Monat scheine ich ja besonders darauf zu reagieren.

 Ich habe ein Buch in die Finger bekommen
dass mich nun erst recht nachdenklich macht,  was mein Gewicht und Körper anbelangt.

 Sätze wie:

Mit hilfe von Essen wurden die unangenehmen und schmerzhafte empfundenen Gefühle „runtergeschluckt“. Essen wurde zur Erleichterung entdeckt, auch für die Gefühle  von Einsamkeit und Langeweile......... oder Nahrnungsmittel wurde so langsam aber sicher zu einem beliebten Trostmittel.

Wiederholten sich die unangenehmen Gefühle sehr oft, wurde das Essen zur Sucht.

Das ganze steht auf Seite 43 von 262.

Na super, nun jagen die Gedanken erst recht durch meinen Körper.
Soll ich weiterlesen  und der blanken Wahrheit ins Gesicht schauen ?
Habe ich die Kraft und den Mut dazu ?

 Ein paar Gründe warum ich zu Dick bin weiss ich schon seit einer Weile.

 
Langeweile = Essen
Wut = Essen
Traurig sein = Essen
Unruhe = Essen
Angst vor Eifersucht des Partners = Essen.

 Ich möchte lieber nicht weiter hirnen denn dann kömem bestimmt noch einige Gründe zum vorschein, welche mich zum Essen zwingen.

 Wenn heute der sogenannte Tag X sein soll. 
Wo bitte fange ich den an.

 Vielleicht im Buch einfach weiterlesen ?

Punkte suchen die dann wieder Gedanken auslösen. Nun gut,
 ich versuche mal ein Blick in die nächsten Seiten zu werfen.

Seit wann ich dick sei, ist da eine Frage. Die Antwort kenne ich ganz genau. 
Seit der Schwangerschaft. Ich war damals 22 und nach der Geburt von meinem Sohn sind mir fast 35Kg. Übergewicht geblieben.

Wieso ich ein Teil oder das Übergewicht nicht mehr loslassen konnte. 
Diese Antwort lautet: der Partner ist Schuld. 
Es ist immer einfach den andern die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Ich denke jedoch das Sätze wie:

Du bist zu dick – tagtäglich anhören zu müssen,
 einer der Gründe ist warum ich wohl aus Wut oder vielleicht
 sogar aus Rache nicht mehr abnehmen wollte.

Auf der einten Seite wohl eben der Grund der Wut / Rache auf der anderen Seite das veränderte Verhalten des Partners. Wieos konnte er mich so nicht mehr akzeptieren ?

Wieso war er plötzlich gefühlskälter geworden ?

Vor der Geburt meines Sohnes gab es jedesmal wenn der zur Arbeit ging oder nach Hause kam  Küsse. Und nach der Geburt waren die plötzlich weg. Mir nichts dir nichts  einfach weg. Und schon war der Grundstein fürs Dick sein gelegt. Im laufe der Zeit kam noch die übermässige Eifersucht des Partners dazu. Keiner durfte mit mir zu nett sein, ohne dass es dann Psychoterror gab. Das Dicksein war für mich zum Panzer geworden. Als dicke gefällt man schliesslich nicht mehr vielen leuten vor allem nicht mehr vielen Männern so dachte ich jedenfalls damals.

Weiterlesen im Buch:

Frage: Was hält sie davon ab, schlank zu werden ?

Antwort: Die Angst mich nicht wieder zu erkennen. Die Angst vor den folgen.

Eine Zeitlang war ich überzeugt, dass ich als schlanke, die tendenz haben würde, das Leben zu in vollen zügen zu geniessen. Was für mich auch abrutschen in eine krasse andere Situation bedeutete. Mit abrutschen war meine Meinung, dass ich überzeugt war, dass ich dann sozusagen mich als Hure entwickeln würde.

Eine Frau die gerne flirtet und keine gelegenheit auslassen würde, 
sich zu holen was sie braucht.

 Und bei diesem Satz, schiesst mir der Gedanke durch den Kopf, 
wieviel Selbstwert und Selbstvertrauen ich den habe ?

Gute Frage, wohl viel zu wenig. Denn wie kann man davon aussgehen das man verschlampen würde, wenn man doch wissen sollte, dass  man das Leben und die Aktionen, Reaktionen selber steuern kann.

 Weiter steht im Buch:

Ich solle Vergeben/ Verzeihen, mir selber und den andern 
die mir schmerz zugefügt haben.

Nun kommt meine Frage: Wie mach ich das ?

Wie kann ich mir selber verzeihen, dass ich so blöd gewesen bin, 
mir das Leben selber schwer zu machen.

Hat das ganze nich mit Selbstliebe zu tun und wenn ja wie kann ich mich selber lieben  ?

 Fragen wie:

Was braucht mein Körper ? 
Wie gehe ich damit um ?
Was gebe ich ihm ?
sind fragen bei denen mir nun die Spuke wegbleibt.
 Das Hirn in Tiltposition umschaltet und bei denen ich das Buch am liebens wieder weglegen würde, weil die Antwort lautet: Ich weiss es nicht.

 

Doch ich habe mich entschieden, ich muss nun da durch,
 ich muss lernen  mich zu lieben, lernen dass ich von den andern nicht mehr erwarten kann, dass sie mich so akzeptieren sollen.

Wie auch , wenn ich mich selber so nicht mehr mag.

Kapitel: Essverhalten:

       keine zeit nehmen für die Zubereitung der Nahrung
     keine Zeit beim Essen (nur noch verzehren, kein kauen, kein schmecken)
   neben dem Essen noch anderes tun, lesen, ständig aufstehen, 
weil am Tisch noch was fehlt (Gläser, Besteck, Getränk meistens Brot)
mit dem Essen sich belohnen / strafen
Essen als Problemlöser einsetzen
Sich vom Essen ständig verführen zu lassen.

  Puuuuuhhhhhh stimmt alles.....

Kapitel: innere Haltung:

Angst zu kurz zu kommen
Nie genug zu bekommen
Schwierigkeiten das rechte Mass zu finden
Sich leicht überladen
Nicht loslassen könnenn
Gierig sein

Puuuuuuuuuuuhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh und wieder stimmt alles....... 

Punkt 1: 
Angst zu kurz zu kommen   ( Angst ich werde dann nicht mehr gesehen, wenn ich nur noch halb so dick in der gegend rumstehen würde)

Punkt 2: 
nie genug bekommen =  keine Wärme, nähe, liebe und die ganze palette.

Punkt 3:
fällt mir nichts ein

Punkt 4: 
sich überladen = ich überlud mich bis vor kurzen ständig mit allem und jedem – deren Sorgen und Probleme, nebst meine eigenen.

Punkt 5: 
nicht loslassen können =  jedes noch so kleine erlebniss welches mir in Erinnerung geblieben ist, kann ich nicht loslassen, die Vergangenheit und alle Emotionen spuken im Kopf herum.

letzter Punkt: gierig sein = nach Verbundenheit.

So das genügt mir.

Ich habe fast 1 Std. gebraucht um mir eins Bewusst zu werden.

Wie dämlich bin ich eigentlich ?

Wieso liebe ich mich nicht und mache andere für mein Leben verantwortlich ?

Wie dumm und naiv muss ich gewesen sein, zu glauben,
 dass mein Übergewicht mich vor: 
Eifersucht
Wut
Neid
Frust
Langeweile
Traurigkeit und so weiter schützen würde.

 

Wie dumm von mir !!!!!!!!!! 

Und nun die grosse Frage: 

1: Wie ändere ich das nun und mache mich schlank ?
2: alleine ?
3: Mit hilfe von jemand ?
4: Wenn mit Hilfen von jemand, wass muss mir jemand geben ?

 Antwort:

 1: Ich weiss es nicht
2:  Nein, alleine wird das nicht gehen, ich brauche Motivation
3: Ja, jemand der Geduld hat und einen langen Atem
4: Geborgenheit, Nähe, Selbstvertrauen  aufbauend

 Und damit beende ich mein Gedanken wirrwarr von heute morgen 
und gehe mich entspannen.........................................

Nachtrag: 

es ist der 20.12.2008 
nichts hat sich geänder. 
Eigentlich ist das frustierend 
Wieso eigentlich ? 

Antwort: Ich weiss es immer noch nicht .......

Geschichte 1

Geschichte 2 Geschichte 3
Geschichte 4 Geschichte 5 Geschichte 6
     
Auszeichnungen und Mitgliedschaften  Ausstellungen  Gilandra Zurück zu Gedichte
Kurzgeschichten  Fotografien Projekte